Maschinenbau - Bildquelle:KURZ

Beispiel aus der Maschinenbau-Branche (Investitionsgüter):

Maschinen- und Anlagen, made in Germany, für die Metall- und Kunststoffverarbeitung; Zielgruppe ist ein internationales Händlernetz für den gewerblichen Wiederverkauf von Maschinen, Spare und Wear Parts Service.

Ausgangs- und Problemlage, zusammengefasst:

Hauptmotivation

  • ca. 150.000 € Umsatzverlust p.a., empfindlicher Imageschaden mit
  • Störung des Hauptgeschäfts durch Kopien minderwertiger Spare- und Wear-Parts
  • in Verbindung mit Maschinenstillstandschäden und Produktionsausfall, Dunkelziffer unbekannt

Ziele

  • Image festigen, Servicekosten reduzieren 50%
  • Umsatzverlust nach Launch im 1. Jahr reaktivieren

Methoden

  1. Originalitäts-Check für Kunden vor Ort einführen
  2. Digitales Track and Trace innerhalb der Supply Chain
  3. Etablierung einer verdeckten Rückverfolgungsstrategie (Top-Level-Betriebsgeheimnis)
  4. Digitalisiertes Produkt-, Kommunikations- und Marktmonitoring

Sicherheitsstufe

mittlerer Sicherheitsgrad (Schwierigkeit und Komplexität)

Wirtschaftlichkeit vorausgesetzt:         CAPEX, OPEX

Ausgangs- und Problemlage, ausführlich:

Ein deutscher Maschinen- und Anlagenbauer mit Tradition, Weltpatent- und Markenschutzrechten berichtet über Maschinenprobleme seiner internationalen Kundschaft, ihm kommen zudem unlautere Wettbewerbergerüchte zu Ohren. Regelmäßige und entsprechend aufwändige Reklamationsbearbeitungen vor Ort in den Weltmärkten ergaben jedoch, dass die Probleme allein auf täuschend echt aussehende, aber minderwertige Ersatzteilkopien und funktionskritische Verbrauchsmedien zurückzuführen waren. Die kundenseitigen vermeintlichen Originalkäufe entpuppten sich als minderwertige Billig-Fakes auf dreistem Originalpreisniveau und traten erst mit Eintreten erheblicher Maschinenschäden inkl. beachtlicher Produktionsausfall- und Ausschusskosten zutage. Zurecht fordern Käufer nun die erforderliche Sicherheit beim Original-Hersteller und Handel ein und drängen darauf, diese Verwechslungsprobleme mit zuverlässigen Möglichkeiten der Echtheitsüberprüfung beizukommen bzw. endgültig auszuschließen. Infolge sollten diverse untergeschobene Ersatzteile wie Pumpen, Linearmoren und Profilschienenführung in den Qualitätseingangskontrollen sofort enttarnt werden, bevor Fälschungen wie Originale bezahlt oder verbaut werden und in die Wertschöpfungskette gelangen. Weiterhin verursachten betroffene Endkunden und Wiederverkäufer durch die Einsendung von Reklamationswaren einen beachtlichen finanziellen Reklamationsbearbeitungsaufwand und immateriellen Marken-Imageschaden durch Wettbewerbsgerüchte. Letztere stören das eigentliche Maschinenhauptgeschäft besonders empfindlich – scheint doch der nachfolgende Ärger inkl. Kulanzaufwand in der gesamten Supply Chain bis zum Endkunden kaum vermeidbar. Die Rechtsverfolgung und Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gestaltet sich äußerst schwierig. Die verursachenden Hintermänner werden in Deutschland, in der Türkei und in Vietnam vermutet.

Konkrete Herausforderungen und Fragen:

Wie können wir den jährlichen Umsatzverlust reduzieren? Wie identifizieren und verifizieren wir effizient, kurzfristig und wirtschaftlich eine praxiserprobte Methode, um unsere Produkte wirksamer zu schützen? Wie und womit erreichen wir einen beschleunigten Optimierungsprozess? Welche bereits vorhandene „Eh-da-Technik" und personelles Know-how, welche zusätzlich benötigten Ressourcen könnten die Herausforderungen bewältigen? Wie lassen sich bereits im Vorfeld aufwändige Engineering-Prozesse und Workflows möglichst vermeiden oder aufs Nötigste reduzieren? Welche CAPEX-/OPEX-Aufwendungen sind nötig? Wieviel Zeit ist erforderlich – von der Idee bis zur Realisierung? Wer kann und will herstellerunabhängig zu einer professionellen schnellen Lösung beitragen?

Unser Lösungsansatz:

Die Antwort wurde in INNOgetics℠ toolbox gefunden. Im Wesentlichen wurden folgende technische Kombinationslösungen eingeführt:

  1. Spezielle Markierung
  2. Einzel-Teile-Markierung, per Laser-Kennzeichnungsgravur und Digitaldruck „on the fly - inline“
  3. Serialisierungskonzept auf Einzelstück- und Palettenverpackungsebene (Inhalt, Manuals)
  4. Paletten „End-to-End“ Track and Trace
  5. Ad-hoc-Echtheits-Prüfung
  6. Einführung einer Produktdigitalisierung
  7. Testing und Einführung Cross-Selling Upgrades (Endkundenkommunikation)
  8. in Verbindung mit einer Online Produkt-Authentifizierung und Geo-Tagging per Smartphone
Das INNOgeticsSM toolbox Upgrade besteht aus einem mehrstufigen „digitalen und komplett berührungslosen Bypass-System“. Das Teilehandling konnte innerhalb der Produktfertigung nahtlos integriert werden, um mit den Conveyor–Transportbändern in punkto Durchsatzgeschwindigkeit (Takt- und Laufgeschwindigkeiten, etc.) mithalten zu können. Die Marker-Einheiten sind selbsterklärend und können mitbedient werden. Es kommt eine spezielle, digitale Non-Impact-Verfahrenstechnik (NIP) zum Einsatz. Dabei werden per Direkt-Digital-Druck Markierungen individuelle Seriennummern nach aktuellen Reproduktions- und Serialisierungstandards aufgebracht.

Ergebnis:

Laut Datenerhebung und eigenen Marktanalysen des eingeführten Mobile-Marketing-Profiling konnten die avisierten Ziele bereits nach 12 Monaten übertroffen werden.

Willkommen bei FISCHER Synergetics !

Auf unserer Website benutzen wir Cookies. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Weitere Informationen über Datenschutz, Ihre individuellen Einstellungen und Cookie-Details unter Datenschutzerklärung und Impressum.